Bücherrezensionen

Rezension: „Die Stadt des roten Todes – Das Mädchen mit der Maske“ von Bethany Griffin

Inhalt:

Die Stadt ist von der Umwelt abgeschnitten, ganze Straßenzüge liegen in Ruinen. Der Regent feiert wilde Feste, während die Bevölkerung von einer schrecklichen Seuche dahingerafft wird. Nur eine kleine Oberschicht kann sich durch kostbare Masken DSCN4982vor der Krankheit schützen. So auch die junge Araby. Doch unter der Last einer großen Schuld sucht sie Vergessen in den Nachtclubs der Reichen. Dort begegnet ihr der faszinierende, verführerische William. Und Elliott, tollkühn, ein Revolutionär. Beide werben um Araby. Und sie muss sich entscheiden, ob sie sich dem Leben stellen und kämpfen will. Um ihre Liebe. Um Vergebung für ihre Schuld. Und um die Zukunft. (Quelle: Verlag)

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 380 Seiten

Rezension:

In diesem Buch lassen wir uns in eine grausame Welt entführen. Krankheit und Tod stehen hier an der Tagesordnung. Die Verzweiflung nimmt langsam überhand und Hoffnung ist Mangelware. Genau in dieser Welt lebt Araby, die Hauptperson dieses Buches. Ihr Vater ist der Mensch, der die rettenden Masken entwickelt hat. Natürlich geht es auch in dieser Welt nicht fair zu, denn der Prinz gibt die Masken nur an Menschen mit dem gewissen Kleingeld. Diese Ungerechtigkeit bleibt natürlich nicht ohne Reaktion des Volkes. Eine Revolution bahnt sich an und Elliot, der Neffe des Prinzen, will deren Anführer sein. Doch er bekommt Konkurrenz die nicht ganz ungefährlich ist.

Dieses Buch hat mich schon ein wenig beeindruckt. Normalerweise fangen Bücher nicht so traurig und düster an, sondern werden erst im Verlauf der Geschichte so. Doch hier war alles anders. Bereits auf den Seiten des ersten Kapitels bemerkt man, dass etwas anders ist. Auch an der Hauptperson selbst, denn Araby ist nicht unbedingt so, wie ich es aus anderen Büchern kenne. Auch die Herren in diesem Buch sind anders. Zum einen haben wir da Will, der in einem Club arbeitet. Araby hat wohl schon länger ein Auge auf ihn geworfen und wie sich später herausstellt, gilt das auch für ihn. Zum Anderen haben wir Elliot, den Neffen des grausamen Prinzen, der eigentlich nur eine Beziehung mit Araby inszeniert damit beide ihr Ziel erreichen können. Er will seinen Onkel stürzen und sie will die Lebensumstände der armen Bevölkerung verbessern. Wenn ich zwischen Beiden wählen müsste, dann wäre Will mein Favorit. Ich kann mit der selbstverliebten und arroganten Art von Elliot anfangs einfach nichts anfangen. Die Szene, in der er Araby über die Schiffreling hält und ihr sagt, dass er sich in sie verliebt ,sie aber auch einfach opfern würde um an sein Ziel zu kommen, hat mich einfach so aufgeregt. Da war die Sympathie für Elliot erst einmal dahin. Gegen Ende des Buches wurde ich leider auch von Will enttäuscht und das, obwohl die Beiden so viele niedliche Szenen zusammen hatten. Das Ende des Buches kam schneller als erwartet und es war phänomenal. Nicht nur der Bürgerkrieg und wie dieser eingeläutet wurde, sondern auch Arabys Flucht mit ihren Freunden. Ich freue mich wahnsinnig auf Band zwei und bin glücklich, dass er sich bereits in meinem Besitz befindet.

Das Cover ist mir am Buch als erstes aufgefallen. Es verströmt eine bedrückende Verzweiflung und passt perfekt zum Inhalt des Buches. Die dominierenden Farben sind rot und grau, die den Himmel der Hintergrundkulisse einrahmen. Im Hintergrund sieht man außerdem eine Stadt, beziehungsweise deren Ruine. Dieses Motiv setzt sich übrigens in den Klappen des Buches fort. Verschiedene Ornamente heben sich im oberen Teil des Covers glänzend ab und lassen das äußere Erscheinungsbild dadurch noch edler wirken. Auch der Buchtitel wurde anders gedruckt und gibt dem Buch damit einen besonderen Schliff. Das Gestaltungskonzept setzt sich auf dem Buchrücken fort. Die Frau auf dem vorderen Artwork könnte Araby sein. Sicher bin ich mir allerdings nicht, da ich glaube, dass diese kein Tattoo hat.DSCN4980.jpg

Zugegeben…ich habe vor diesem Buch niemals von Bethany Griffin gehört. Der Name und der Schreibstil waren mir vollkommen unbekannt und somit musste ich mich erst an alles gewöhnen. Leichter gesagt als getan wie ich feststellen musste. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Er beinhaltet wirklich wahnsinnig viele Nebensätze und somit Kommas, die ich erst richtig „lesen lernen“ musste. Nach den ersten 100 Seiten hatte ich es dann endlich geschafft. Da fing es an zu funktionieren und ich las das Buch wie eine Süchtige durch. Der Spannungsbogen ist meist ausgeglichen aufregend. Araby rutscht von einem Abenteuer ins Nächste und so bleibt meist keine Zeit für langweilige Zwischentexte. Einen Abzug gibt es aber dennoch. Die ersten 40-50 Seiten sind geschwängert von Rückblicken, die nicht wirklich gut gekennzeichnet sind. Es gab einige Momente in denen ich mich fragen musste, wo Arabys toter Bruder Finn plötzlich herkommt. Erst als der Rückblick beendet war, hab ich ihn erkannt und durfte somit nochmal von Anfang an beginnen.

Abschließend kann man sagen, dass Bethany Griffin mit diesem Buch einen echten Volltreffer gelandet hat. Ich freue mich auf den zweiten Band, den ich natürlich sofort beginnen werde. Klare Leseempfehlung von meiner Seite und super 4 von 5 Sterne. Dieses Buch könnte wirklich mein Mai-Highlight werden!

★★★★☆

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