Rezension: „Das Lied des roten Todes-Das Mädchen mit der Maske“ von Bethany Griffin

Inhalt:

In der Stadt, in der Araby lebt, tobt ein Bürgerkrieg, und zu der schrecklichen Seuche, die von jeher dort wütet, ist eine neue, noch tödlichere Krankheit gekommen. Mit einigen wenigen Freunden kann Araby gerade noch fliehen, doch sie hat alles verloren: Ihr Elternhaus ist zerstört, ihre Mutter wurde entführt und ihre beste Freundin ist infiziert. Zudem scheint ihre einstige große Liebe William sie betrogen zu haben. So bleibt Araby nur der Blick nach vorne: Sie stellt sich an die Spitze der Rebellion und kämpft für Gerechtigkeit, für ihr Volk, das so schrecklich leiden musste – und für eine neue Liebe, die von unerwarteter Seite entflammt …(Quelle: Verlag)

Verlag: Goldmann /Seitenzahl: 347 SeitenDSCN4983

 

Rezension:

Band 2 ist beendet und mit ihm die ganze „Das Mädchen mit der Maske“-Reihe. Nachdem Araby mit Elliot, Will und den Anderen aus der Stadt geflüchtet ist, gibt es Differenzen zwischen den Freunden. Dazu kommt, dass April an der Seuche erkrankt ist. Die Gruppe findet einen Zufluchtsort im Sumpf, doch auch dieser ist nicht lange sicher. Doch eine Frage bleibt: Wie soll es jetzt weitergehen? Elliot will zum Palast des Prinzen um Waffen zu stehlen. Araby möchte in die Stadt zurück um nach ihrem Vater zu suchen. Sie hofft, dass dieser ein Heilmittel gegen die Seuche hat. Natürlich setzt sich Araby irgendwie durch. Zusammen mit Will und Elliot geht sie in die Stadt zurück.

Leider war dieses Buch nicht so spannend wie das erste. Der Anfang hat sich wirklich ins unendliche gezogen und auch der Mittelteil war einfach nicht so spannend wie im vorangegangenen Buch. Eines muss man aber dennoch sagen: Das Ende war top! Die große Party im Schloss des Prinzen hat mich einfach gefesselt. Ab diesem Moment konnte ich einfach nicht mehr aufhören und habe die letzten 100-130 Seiten in einem Zug durchgelesen. Am spannendsten war das Spiel, dass sich der Prinz für Araby ausgedacht hat. Ich konnte mir die Räume, durch die Araby gehen musste, so gut vorstellen. Manchmal hatte ich direkt das Gefühl, selbst im Palast zu sein und an der Feier teilzunehmen. Gerade in diesem Teil des Buches ging es aber auch manchmal sehr brutal zu. Ich weiß, dass der Prinz grausam ist, aber seine Foltermethoden waren manchmal zu gut beschrieben. Dabei denke ich hauptsächlich an die Stelle, in der Arabys Mutter die Finger zertrümmert werden sollen. Einfach furchtbar. Auch die Wendung im Liebesleben der Hauptdarstellerin hat mich sehr überrascht! Nach Wills Verrat und der Tatsache, dass sie in diesem Buch sehr viel Zeit mit Elliot verbringt hätte ich gedacht, dass ihre Entscheidung am Ende anders lauten wird. Wobei ich meine Lieblingscharaktere eh ständig gewechselt habe. Mir waren einfach beide Kerle sehr ans Herz gewachsen. Einzig mit Thom kam ich gar nicht klar, aber er hatte keine große Rolle im Buch. Natürlich hat mich auch Aprils Werdegang sehr mitgenommen. Dabei hatte ich auf ein Happy End zwischen ihr und Kent gehofft.

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Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr flüssig. Mittlerweile habe ich mich auch an ihre spezielle Art zu schreiben gewöhnt, deshalb kam ich relativ schnell durch das Buch. Es gab nur einige Kleinigkeiten die ich nach wie vor störend fand. Wobei diese eher auf Charakter und weniger auf dem Schreibstil beruhen. Mich hätten die Seuchen viel mehr interessiert und die damit verbundene Frage, ob die Stadt letztendlich davon befreit wurde. Auch das Leben der Gruppe nach dem Buch wäre sehr interessant gewesen. Wurde Arabys Vater getötet? Ist Elliot Bürgermeister geworden? Hat Kent die Stadt doch noch verlassen? Was hat Arabys Mutter noch gemacht? Wie ist es Malcontent ergangen? War Elliot ein guter Anführer oder auch grausam? Leider wurde all das offen gelassen.

Das Cover ist wieder Balsam für die Augen gewesen. Es ist einfach wunderschön und vermittelt die bedrohliche Lage, die im Buch vorherrscht. Das rote Farbschema des ersten Buches wurde hier von dunklem Pink abgelöst. Im Hintergrund sieht man eine Kathedrale, vielleicht ist es auch das Schloss des Prinzen, das kann ich leider nicht genau sagen. Wieder steht ein Mädchen mit Maske im Mittelpunkt des Coverbildes. Der Titel des Buches wurde wieder vom Rest abgehoben. Natürlich finden sich auch hier glänzende Ornamente im oberen Bereich. Diese Gestaltung setzt sich im Buch, sowie am Buchrücken fort. Im Inneren des Buches finden wir vorn den Klappentext und hinten ein Bild der Autorin. Der erste und zweite Band passen perfekt zusammen.

Dieses Buch war leider nicht so überzeugend wie der Vorgänger. Erst im letzten Teil des Buches wurde es spannend. Deshalb bekommt „Das Lied des roten Todes“ nur 3 von 5 Sternen von mir.

★★★☆☆

Ich bedanke mich recht herzlich bei dem Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar und hoffe, dass ich einige Leser für diese Reihe begeistern konnte.

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