Rezension: „Das Meer der Seelen – Nur ein Leben“ von Jodi Meadows

Inhalt:

Ana ist das Mädchen mit der reinen, neuen Seele. Und das macht sie zur Außenseiterin. Denn jeder in ihrer Welt wurde mehrmals wiedergeboren und kann sich 9783442476015_Coveran seine vorherigen Leben erinnern. Doch als Ana geboren wurde, passierte etwas Ungewöhnliches: Eine Seele musste für sie sterben. Weil jeder dies als schlechtes Omen deutet, will niemand etwas mit ihr zu tun haben, niemand außer Sam. Doch plötzlich greifen schreckliche Wesen an. Trägt Ana tatsächlich die Schuld daran? Sie wird es herausfinden müssen, wenn sie in dieser Welt überleben will …

Verlag: Goldmann

Seitenzahl: 349 Seiten

Rezension:

Anas Leben ist alles andere als Angenehm. Ihre Mutter hasst sie und ihr Vater hat die Familie wegen ihr verlassen. Warum? Weil Ana eine Seelenlose ist. An ihrem 18. Geburtstag verlässt sie ihr Zuhause und macht sich auf den Weg nach Heart, der einzigen Stadt des Reiches. Doch ihre Mutter gab ihr einen falschen Kompass mit, der sie auf einen falschen Pfad brachte. Gerade als sie diesen Irrtum bemerkt wir sie von Sylphen angegriffen, körperlose Wesen deren Waffe Feuer und Hitze ist. Auf der Flucht vor diesen Ungeheuern fällt sie einen Wasserfall herunter und ist kurz vor dem Tod, als sie von Sam gerettet wird. Er kümmert sich um sie und wird langsam zu ihrem besten Freund. Außerdem möchte er Ana nach Heart bringen. Zu diesem Zeitpunkt wissen die Beiden nicht, dass dies der Beginn eines gefährlichen Abenteuers ist.

Selten hat mir ein Charakter am Anfang eines Buches so wenig gefallen wie Ana. Sie hatte ständig Angst davor bestraft zu werden oder davor, dass irgendjemand ihr irgendetwas wegnehmen würde. Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, wie Sam es so lange mit ihr ausgehalten hat ohne sie zu erwürgen. An diesem Fakt erkennt man, wie sehr Jodi Meadows die Entwicklung ihres Charakters gestaltet hat. Denn am Ende des Buches hat mir die eigentlich ängstliche Ana wahnsinnig gut gefallen. Sie wurde stärker, tough und sehr selbstbewusst. Letzteres haben wir Sam zu verdanken. Er hat sie bei jeder Kleinigkeit gelobt und ihr Mut gemacht nicht aufzugeben. Teilweiße kam er einem wie Anas Vater vor und das, obwohl er eigentlich Anas Liebhaber in spe ist. Mein persönliches Highlight bei den Charakteren war Stef. Sie war immer so lustig und kindisch. Wäre sie öfter vorgekommen hätte das Buch sicher viel mehr Spaß gemacht.

Der Schreibstil der Autorin war sehr gewöhnungsbedürftig. Ich habe die ersten 100 Seiten über alles doppelt lesen müssen, da ich mich nur langsam an den Stil und die Worte gewöhnen konnte. Auch die Welt, in der Ana lebt, war mir Anfangs ein Rätsel. Teilweiße musste ich ganze Passagen wieder und wieder lesen um die Themen wie Wiedergeburt und Heart zu verstehen. Trotzdem hat mich die Welt sehr fasziniert. Gerade durch den ausführlichen Schreibstil und die vielen kleineren Dinge, die zum Erklären eingesetzt wurden, konnte man sich alles bildlich vorstellen. Der Spannungsbogen dieser Geschichte war leider endlos lang. Ich hatte nicht selten das Gefühl, dass bei der ersten Hälfte nur um den heißen Brei herumgeschrieben wurde. Für Band 2 wünsche ich mir auf jeden Fall mehr Spannung und mehr Action!

Das Cover ist wunderschön. Zugegeben, es ist etwas kitschig, aber sowas mögen wir doch alle, oder? Mir gefällt das helle Thema. Ein lächelndes Frauengesicht ist der Blickfänger, der den meisten Teil des Covers einnimmt. Ansonsten ist das helle Farbkonzept durch lila Details eingerahmt. Lila Ornamente und Schmetterlinge, die in der Geschichte ihren Hintergrund finden, kann man ebenfalls auf der Buchrückseite finden. Leider wurde der Buchrücken eher schlicht gehalten. Darauf findet man keinerlei Grafik, sonder nur den Namen des Buches, Autorin und Verlag auf einem dunkellila Hintergrund.

„Das Meer der Seelen – Nur ein Leben“ von Jodi Meadows ist ein guter Einstieg in die Reihe. Leider ist das erste Buch wirklich sehr langatmig, da man hauptsächlich Informationen über die Welt der Charaktere bekommt. Ich freue mich dennoch auf Band 2. Dieses Buch bekommt leider nur 3 von 5 Sternen. Es gibt also noch reichlich Luft nach oben.

★★★☆☆

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