Bücherrezensionen

Rezension: „Das verbotene Eden- Erwachen“ von Thomas Thiemeyer

 

InhaltEden 1 Cover

Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen.
Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer…

 

 

 

Verlag: Knaur

Seitenzahl: 464 Seiten

Erscheinungsdatum: 03.11.2014

Preis: (D) 9,99€ / (A) 10,30 €

ISBN: 978-3-426-50940-1

Rezension:

Juna und David sind Feinde und das, seitdem die Menschheit vor 65 Jahren untergegangen ist. Ein Virus machte sie zu Feinden und ein normales Leben unmöglich. Frauen hassen Männer. Sie halten sie für Teufel. Männer verabscheuen Frauen und sagen, sie seien Teufelswerk. Doch inmitten dieses Konfliktes treffen David und Juna aufeinander und entdecken, ob Wahrheit in allen bösen Legenden um das andere Geschlecht steckt.

Die Idee, die in diesem Buch erfunden wurde war wirklich genial. Die Feindschaft zwischen Mann und Frau ist auf jeden Fall ein vollkommen neuer Denkansatz. Alleine der Klappentext hat mich dazu gebracht dieses Buch überhaupt in Erwägung zu ziehen. Ich hatte mir den eigentlichen Konflikt der Beiden Geschlechter nur etwas ausführlicher gewünscht. Warum einigen sich die beiden „Völker“ nicht anders? Wie sieht die Welt außerhalb dieser Region aus? Wie baut sich der Rat der Frauen noch auf? Welche anderen Ränge gibt es bei den Männern? Alles Fragen, die mehr oder weniger auf der Strecke geblieben sind.

Die Charaktere sind ein wenig oberflächlich. Juna ist die starke Kriegerin, die niemals Hilfe braucht und eigentlich auch meistens alleine sein möchte. Sie hasst die Männer und kann es nicht verstehen, dass die Frauen deren Überfälle zulassen. David dagegen ist geselliger und sehr begeistert von Büchern. Er liebt „Romeo und Julia“ und genau dieses Stück hat seine Einstellung zu den Frauen auch maßgeblich geprägt. David ist ein offener Mensch, er hört nicht auf die alten Geschichten, die über das andere Geschlecht verbreitet werden. David versucht sich seine eigene Meinung zu bilden. Was Juna an Stärke und Mut zu viel hat, dass fehlt ganz klar bei David. Ja, er ist ein Mönch und diese kämpfen normalerweise nicht gegen irgendjemanden, aber er war einfach ein Weichei. Auch die anderen Charaktere haben nicht unbedingt so viel Tiefgang, wie ich es mir gewünscht hätte. Der Inquisitor war besonders vorhersehbar in seinen Handlungen.

Der Schreibstil des Autors war wirklich sehr einfach. Es war alles gut nachzuvollziehen und auch ausführlich geschrieben. Leider war das Buch manchmal einfach zu trocken. Wobei ich diesen Punkt nicht vorverurteilen will, da es sich bei diesem Buch ja nur um den ersten Band einer Trilogie handelt. Wie bei vielen ersten Trilogie-Teilen war dieser Band eher erklärend und daher leider weniger Spannend. Erst im letzten Drittel des Buches fing es an mich zu fesseln. Leider viel zu spät, da ich es vorher wirklich sehr öde fand.

51BS-uAq2ELMein absoluter Lieblingspunkt in meinen Rezensionen sind die Buchcover. Vor allem bei diesem Buch sieht man die Unterschiede, die zwei verschiedene Grafiker hervorbringen können. Damit ihr die Cover auch vergleichen könnt, habe ich euch noch einmal das Cover des Hardcover Buches herausgesucht. Ehrlich gesagt: am Hardcover wäre ich einfach vorbeigegangen. Das Cover zeigt David und Juna, aber es ist einfach so langweilig gestaltet, dass ich nicht im Traum daran gedacht hätte, dort eine spannende Geschichte zu finden. Es sieht nicht ansatzweiße nach dem Titelbild einer Dystopie aus. Eine Liebesgeschichte, aber keine Dystopie. Ich habe mich also bewusst für das Taschenbuch entschieden, da dessen Cover einfach tausendmal besser gestaltet ist. Durch das Motiv nimmt das Bild Bezug zum Inhalt des Buches. Der Hintergrund sieht aus wie vertrockneter Wüstenboden, der unter der Hitze gebrochen ist. Genau SO muss ein Cover für eine Dystopie aussehen!

Thomas Thiemeyer nimmt uns in eine vollkommen neue Welt mit. Die Idee hinter diesem Buch ist wirklich gut durchdacht, auch wenn es manchmal an der Umsetzung etwas hängt. Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Band und geben Band Eins gute 4 von 5 Sternen.

★★★★☆

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