Rezension: „Tote Mädchen Lügen nicht“ von Jay Asher

9783570308431_CoverInhalt:
Es brauchte nicht viel, um die Schülerin Hannah in den Selbstmord zu treiben. Es braucht unendlich viel, um mit ihrem Tod leben zu können Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon …
 
 

Verlag: CBT
Originaltitel: Thirteen Reasons Why
Seitenzahl: 288 Seiten
Erscheinungsdatum: 16. März 2009
Kosten:
(D) 14,95 €
(A) 15,40 €
ISBN: 978-3-570-16020-6

 

Rezension:
Clay steht unter Schock. Erst vor wenigen Wochen ist eine Mitschülerin, in die er sehr verliebt war, verstorben. Jetzt erwartet ihn die nächste negative Überraschen. Genau diese tote Schülerin hat ihm sieben Kassetten geschickt, in denen sie mit allen Menschen, die ihr je etwas zu Leide getan haben, abrechnet. Was wird sie wohl über Clay zu sagen haben?

Eine solche Geschichte ist mir wirklich noch nie begegnet. Geschichten über Selbstmord – ja, aber eine Geschichte über ein Mädchen, welches schon verstorben ist und ihre Geschichte sozusagen nachträglich erzählt, sowas noch nie. Ich konnte Clay während der ganzen Geschichte mehr verstehen als Hannah. Auch Clays Emotionen konnte ich mehr nachvollziehen. Er schwankte meistens zwischen Wut, Liebe und Hass. Hannah dagegen war schon schwerer nachzuvollziehen. Einige der Geschehnisse, die sie letztendlich in den Selbstmord getrieben haben, sind wirklich furchtbar, aber andere sind vollkommen albern.

Die Hauptcharaktere sind ganz klar Clay und Hannah. Alle anderen Personen, vorzugsweiße die, die auf den Kassetten erwähnt sind, treten nur in Erzählungen auf. Man erfährt etwas über die Nebencharaktere, aber nicht allzu viel. Von Clay erfährt man ebenfalls nur einige wenige Einzelheiten. Auch bei ihm steht die Geschichte mit und um Hannah im Vordergrund. Man kann also sagen, dass alles was mit Hannahs Selbstmord zutun hat einbezogen wird, alles andere wird da eiskalt gestrichen.

Der Schreibstil war mir bis zum Schluss ein Dorn im Auge. Leider kann ich auch nicht wirklich erklären woran das genau lag. Es war einfach zu langatmig für meinen Geschmack. So wirklich hat das Buch erst gegen Ende Spannung aufgebaut und selbst da war diese Atmosphäre durch den seltsamen Stil von Jay Asher wirklich sehr gestört. Die ersten 100 Seiten musste ich mich wirklich durchs Buch hindurchquälen und das, obwohl die Idee wirklich einmalig ist!

Nichts zu motzen gibt es bei dem herrlichen Cover! Hierbei ist es eigentlich egal, ob man das CBT Cover oder das von Goldmann betrachtet. Hier unterscheidet sich lediglich die Hintergrundfarbe. Ich habe mir die CBT Version gekauft, also werde ich wohl dabei bleiben. Die rote Hintergrundfarbe sticht ins Auge und fällt in jeder Buchhandlung auf. Auch die Schriftbilder passen wahnsinnig gut zusammen und deren grüne und schwarze Farbe hebt sich grandios vom roten Hintergrund ab. Das ganze Thema setzt sich auf dem Buchrücken und der Buchrückseite fort. Leider ist mir die Schrift der Inhaltszusammenfassung auf der Rückseite zu dünn.

Die grandiose Idee, die in diesem Buch steckt hat mich wirklich vom Hocker gehauen. Da kann ich den Schreibstil, der mir gar nicht gefallen hat, auch ein wenig verdrängen. „Tote Mädchen Lügen Nicht“ von Jay Asher bekommt gute 4 von 5 Sternen!

★★★★✰

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5 Kommentare zu „Rezension: „Tote Mädchen Lügen nicht“ von Jay Asher

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