Rezension: „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ von Caragh M. O’Brien

9783453534223_CoverInhalt:

Eine junge Heldin, ein furchtbares Geheimnis, eine Welt zwischen Licht und Dunkel Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen in ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat es jemand gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder …




Verlag: Heyne fliegt

Originaltitel: Birthmarked

Erscheinungstermin: 24. Januar 2011

Seitenzahl: 464 Seiten

Preis: € 16,99 [D] | € 17,50 [A]

ISBN: 978-3-453-52800-0

Rezension:

Gaia weist nicht mehr was sie denken soll. Ihre Eltern sind in Haft. Ihnen wird ein Verbrechen gegen den Staat vorgeworfen. Sie selbst wird von Soldaten verhört und beschuldigt, ihren Eltern geholfen zu haben. Doch das Mädchen weiß von nichts. Als sie aufbricht um ihre Eltern vor dem Tod zu retten, gerät sie in Gefangenschaft. Doch einer Ihrer Feinde scheint es gut mit ihr zu meinen.

Wieder einmal eine Dystopie, die den Platz in mein Regal gefunden hat. Diesmal geht’s um Kinder, die nach ihrer Geburt einfach ans Regime abgegeben werden müssen. Doch natürlich ist das alles nicht so einfach. Außerdem gibt es natürlich wieder eine Heldin, die der Sache auf den Grund geht – in diesem Fall ist es Gaia Stone. Eines hat mir an Gaia wirklich sehr gut gefallen: Sie war nicht perfekt. Ihr Äußeres ist durch eine Narbe entstellt und im inneren ist sie eine wirklich naive Jugendliche. Andererseits hat sie einen Beruf, der wahnsinnig viel Verantwortung verlangt: Sie ist eine Hebamme-genau wie Ihre Mutter. Eigentlich ist sie für mich die einzige Hauptperson dieses Buches. Alle anderen gelten bei mir schon als Nebencharaktere, da sie wirklich nur kurz in Erscheinung getreten sind. Leon ist einer der männliche Protagonisten dieses Buches. Was soll ich bloß zu ihm sagen – ohne groß zu spoilern? Er ist nicht so, wie er eigentlich sein sollte. Leon hat mich oft überrascht und mich immer wieder in die Irre geführt. Genau deswegen ist er auch zu meinem Lieblingscharakter geworden. Dementsprechend hat mich das Ende des Buches schockiert zurückgelassen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildlich. Sollte man ein zartes Gemüt haben, dann sollte man dieses Buch mit Vorsicht genießen. Einige heikle Stellen werden wirklich sehr anschaulich beschrieben. Mir hat die Charaktergestaltung der Autorin auch recht gut gefallen. Natürlich habe ich einige Schwachstellen erkannt, aber diese lassen sich leicht ignorieren. Ein negativer Punkt des Stils ist der unglaublich lange Spannungsbogen am Anfang des Buches. Die ersten 200 Seiten habe ich mich durch die Kapitel hindurchquälen müssen, bevor es dann doch (endlich) spannend wurde. An dieser Stelle gibt es also klar einen Punkt abgezogen.

Wie immer am Schluss gibt es die Bewertung des Covers. Wenn man nur den ersten Band kennt und die Anderen zwei noch gar nicht gesehen hat, dann wirkt dieses Cover wirklich sehr gut. Die Punkte, die abgebildet sind, finden ihren Bezug zum Inhalt. Alles schön und gut, aber leider ist es im Ganzen, also wenn man alle drei Bände der Reihe zusammen betrachtet, wirklich sehr langweilig gestaltet. Der blaue Hintergrund dominiert und das Gesicht des Mädchens gerät darüber eher ins Abseits.

„Die Stadt der verschwundenen Kinder“ hat mich wirklich viele Nerven und noch mehr Zeit gekostet. Der Anfang war schlicht langweilig und zäh, aber gegen Ende hat mich Band eins dann doch noch gefesselt. Trotzdem gibt es hier nur 3 von 5 Sternen. Es gibt viel Luft nach oben und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.

★★★☆☆

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